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Donnerstag, 27.10.2011 10:58 Alter: 206 Tage
Kategorie: Allgemein

Warum beschlagen Isolierglasfenster? Und zwar außen!


Kondensat auf der Aussenscheibe

Moderne Isolierverglasung  kann bei bestimmten Wetterlagen von außen beschlagen. Dieser physikalische Effekt ist auf die bessere Wärmedämmung der Fenster zurückzuführen und kein Baumangel.

Die Bildung von Kondens­wasser auf der Scheibenau­ßenseite - somit also an der Außenluft - ist häufiger an modernen Wärmedämm-Isolierglasfenstern zu beobachten.

Zu einem Kondenswasser­ausfall kommt es, wenn warme, feuchte Luft auf kalte Ober-flächen trifft. Bei modernen Isolierglas­fenstern wird die warme Luft im Innenraum ge­halten. Eine Erwärmung der Außenscheibe erfolgt demnach nicht. Trifft nun warme, feuchte Außen­luft auf die Glasfläche, so gibt diese die enthaltene Feuchtigkeit an die kalte Glasoberfläche ab. Dies erfolgt überwiegend in den Morgenstunden. Dann kann es zu einer schnel­leren Erwärmung der Außenluft gegenüber dem nachts stark ausgekühlten Fensterglas kommen. Trifft daraufhin die wärmere Außenluft auf die kühlere Scheibe, so entsteht Kon­denswasser.

Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen baulichen Mangel, sondern, im Gegenteil, um ein Zeichen der gu­ten Dämmeigenschaft des Fensters.

Demgegenüber ist eine Kondenswasserbildung auf der Glasfläche der Raum­innenseite in der Regel auf eine zu hohe Raum­luftfeuchte zurückzufüh­ren, wobei im Bereich des Glasrandes immer eine ge­ringere Wärmedämmung gegenüber der Glasfläche gegeben ist.

Aufgrund der verbesser­ten Wärmedämmeigen­schaften neuwertiger Iso­lierglasfenster gegen über älteren Modellen bleibt die Glasoberflächentempera­tur nur wenig unter der Raumlufttemperatur. Zu einem Beschlagen der Scheiben kommt es dann, wenn die Luft über zu heißen Wasserdampf ver­fügt (z.B. In Küche oder Bad).

In diesem Fall ist ein ausrei­chendes Lüften und Heizen des Bewohners unerläss­lich, auch um die Gefahr einer Schimmelpilzbildung an den Glasrändern und den Außenwandflächen zu vermeiden.

Ein baulicher Mangel ist unter vorgenannten Gege­benheiten nicht gegeben.